| Terroranschlag planen
Eine Lehrerin aus Australien hatte einen etwas fehlgeleiteten Einfall, um ihrer Klasse Fähigkeiten zur Konfliktlösung zu vermitteln. Die Schüler einer 10. Klasse sollten einen fiktiven Terroranschlag planen, der die "unschuldigsten Zivilisten" treffen und töten sollte.
Die Kalgoorlie-Boulder Community High School in Western Australia dürfte für einige Zeit mediale Aufmerksamkeit genießen. Eine 10. Klasse hatte den Auftrag erhalten, einen fiktiven Terroranschlag zu planen. Aus der Aufgabenstellung: "Euer Ziel ist es, die unschuldigsten Zivilisten zu töten, um eurer Botschaft Gehör zu verschaffen." Die Schüler sollten vorgeben, dass sie Terroristen mit einer politischen Botschaft wären. Diese Botschaft sollte durch einen chemischen oder biologischen Angriff auf die "unvorbereitete australische Gesellschaft" vermittelt werden.
Es lag dabei an den Schülern, den besten Zeitpunkt für den Angriff zu definieren. Außerdem mussten sie erklären, wonach sie ihre Opfer auswählten und welche Effekte ihr Angriff auf den menschlichen Körper hätte. Kenntnisse aus dem Biologie- und Chemieunterricht sollten verwendet werden. Die Schüler sollten mit der Übungsaufgabe die Fähigkeit erhalten, Informationen, die sie über Terrorismus, Biologie und Chemie hatten, zu analysieren und im Rahmen eines fiktiven Szenarios mit realem Bezug anzuwenden.
Nachvollziehbarerweise zog diese Aufgabenstellung rasch Aufmerksamkeit auf sich. Das Kultusministerium hat sich für den Zwischenfall entschuldigt. Die Lehrerin habe einen gefühllosen und unprofessionellen Fehler gemacht. Die ursprüngliche Anforderung an die Schüler war nämlich doch etwas anders. Es ging darum, diesen etwas über Konflikte zwischen Menschen zu vermitteln. Auch die Fähigkeit, die Ansichten anderer Menschen zu verstehen, gehörte zur Aufgabe.
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